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Biofeedback-Ausbildung
Erfahrungen mit der Biofeedback-Ausbildung

Erfahrungen mit der Biofeedback-Ausbildung

Erfahrungen mit der Biofeedback-Ausbildung

Bei über 1000 Absolventen gibt es natürlich eine immense Bandbreite an Erfahrungen, welche bei diesen Ausbildungen entstanden sind. Einige dieser Erfahrungsberichte haben wir hier gesammelt, da solche persönlichen Berichte ja oft eine große Hilfe bei der Entscheidung für eine Ausbildung sind. Neben Berichten von einzelnen Teilnehmern die gesamte Ausbildung betreffend finden Sie auch ein Ausbildungstagebuch, in welchem über jeden Tag berichtet wird.

Viel Spaß beim Lesen!

Sebastian Reiterer – Reflexion zur Biofeedback-Intensivwoche in Wien

„Warum kaufst du dir kein Fachbuch und liest dich ein, wenn du Biofeedback lernen willst? Da steht alles drin was du wissen musst!“ Dies war eine häufige Reaktion auf die Bekundung meines Interesses mich in besagtem Bereich weiterzubilden. Und tatsächlich ist es ein Gedanke der zunächst sinnvoll erscheint. Dennoch entschied ich mich dafür, an einem einwöchigen Lehrgang zum Thema teilzunehmen – und bereue es nicht.

Man legt Messfühler an, ein Gerät leitet Körperfunktionen ab und der Klient/die Klientin versucht diese durch (beispielsweise) visuelles Feedback am Bildschirm zu beeinflussen. Eine Erklärung des Grundprinzips von Biofeedback wirkt zunächst leicht verständlich und lässt vermuten, dass die Methode auch ohne viel Wissen und Erfahrung anwendbar ist. Doch hinter der Therapiemethode Biofeedback steckt mehr und das Thema ist komplexer als es zunächst den Anschein hat, weshalb es notwendig ist, sich intensiv damit auseinanderzusetzen, will man in diesem Bereich tätig sein.

Klienten/Klientinnen wollen zu Beginn einer Therapie über Wirkprinzipien, Sitzungsverlauf und mögliche Zielsetzungen aufgeklärt werden, zudem kommen sie mit bestimmten Erwartungen und/oder Befürchtungen auf die es einzugehen gilt, es gibt verschiedene Körperfunktionen die berücksichtigt werden können, deren Ableitung und Training aber in unterschiedlichen Fällen indiziert ist, die Software bietet eine große Vielfalt an Möglichkeiten zur Trainingsgestaltung und Darstellung der Parameter während der Therapie und die Interpretation der resultierenden Verlaufskurven der einzelnen Parameter sowie in ihrer gemeinsamen Zusammenschau braucht viel Übung.

All dies sind Aspekte die mir Rahmen des Lehrgangs entweder durch praxisnahe Beispielerfahrungen der kompetenten Lehrgangsleiterin, durch, wortwörtlich, hautnahes Ausprobieren der verschiedenen Sensoren, des Signalwandlers und der Software sowie durch Rollenspiele, bei denen man sowohl eine Sitzung als Therapeut geleitet als auch erfahren hat, wie sich ein Klient/eine Klientin unter anderem bei der Durchführung eines Stresstests fühlt, näher gebracht wurden.

Auf den Punkt gebracht kann ich sagen, dass mich die Intensivwoche in Wien, sowohl was Theorie als auch Praxis anbelangt, gut auf eine Arbeit mit Biofeedback vorbereitet hat. Und das zu Beginn angesprochene und von Freunden und Bekannten empfohlene Fachbuch habe ich mir im Nachhinein auch noch gekauft. Als Ergänzung.

Sebastian Reiterer


Ulrike Seitlinger – Biofeedbackausbildung Intensivwoche in Wien

Als Personalentwicklerin und Trainerin im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung wurde ich bereits vor Jahren im Zuge eines Symposions auf die Möglichkeiten im Zusammenhang mit Biofeedback aufmerksam. Mein Kollege Dr. Werner Zöchling und ich nahmen im vergangenen Jahr selber einige Therapiestunden bei Frau Mag. Annemarie Pleininger (Klinische Psychologin) in Anspruch, um die Vorteile von Biofeedback besser kennen zu lernen. Voller Überzeugung besuchten wir die Intensivwoche in  Wien. Die sechstägige Ausbildung gliederte sich in theoretische und praktische Blöcke. Diese Form ermöglichte uns ein Wechselspiel zwischen fundiertem Wissen, Vorgetragen durch die sehr kompetente aber auch geduldige Frau Mag. Bettina Brunner, sowie gezieltes Training  in unserem Fall auf unserem eigenen Neuromaster. Kleinere Korrekturen der Einstellungen auf unseren privaten Geräten sowie unter Anleitung selbst erstellte Mustervorlagen konnten wir auf diese Weise im Hinblick auf unsere Klienten bereits ausarbeiten und anschließend gleich anwenden.Unsere Arbeit im Bereich Bio- und Neurofeedback reflektieren und präzisieren wir in regelmäßigen Supervision via TeamViewer bei Frau Mag. Brunner.

Ulrike Seitlinger Absolventin der BFA


Gerlinde Bauch und Marina Lorenz

Wir arbeiten im Vivantes Klinikum Neukölln in der Klinik für Anästhesie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie. Prof. Dr. med. Herwig Gerlach, Chefarzt des Vivantes Klinikum Neukölln, Klinik für Anästhesie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie, möchte zukünftig mit dem Biofeedbacksystem mit Schmerzpatienten arbeiten. Unser Behandlungsschwerpunkt liegt bei Menschen mit chronischen und akuten Schmerzen. Zurzeit befinden wir uns noch in der Erprobungsphase und können daher leider nicht über unsere praktischen Erfahrungen berichten.
Von 6.-11. Juli 2015 nahmen wir an einer Biofeedback-Intensivwoche in Salzburg teil.

Der Veranstaltungsort war die APR – Ambulante Psychosoziale Rehabilitation Salzburg. Im Vorfeld war alles sehr gut organisiert von Frau Mag. Bettina Brunner. Die erforderlichen Unterlagen für das Seminar konnten wir uns herunterladen.

Täglich fand in der Zeit von 9 bis 17 Uhr das Seminar statt. In den Pausen gab es kleine Snacks und Getränke. Hier gab es auch immer wieder Gelegenheit sich auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und über Erfahrungen zu reden. Stück für Stück hat uns Frau Mag. Brunner in die Funktions- und Arbeitsweise des Gerätes eingeführt. Einem theoretischen Teil folgten die praktische Anwendung und Beispiele aus dem Alltag mit Biofeedback. Etwaige Fragen konnten sofort gestellt werden. Eine sehr gute Mischung aus Theorie und Praxis. Frau Heger erweiterte mit ihrem Wissen und ihren Beispielen aus der Berufspraxis die Vermittlung. Während den praktischen Übungsphasen wurden wir von kompetenten und freundlichen Mitarbeitern wie Raphaela Zehtner unterstützt.

Nach der intensiven Woche mit Biofeedback können wir sagen, dass das System sehr gut geeignet ist, den Patienten sehr verständlich die Funktionsweise zu erklären und durch die akustischen und visuellen Darstellungen zur Mitarbeit zu bewegen. Die Patienten werden so in die Lage versetzt, sich selbst bewusst helfen zu können. Die verschiedenen Sensoren können sehr leicht und für den Patienten nicht störend angebracht werden.

Die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten, die die Therapiebibliothek bietet sind sehr gut und vielfältig. Gleichzeitig gibt es die Möglichkeit Behandlungsvorlagen für einen Patienten genau zugeschnitten und individuell, zu erstellen. Der Patient kann anhand von praktischen Übungen sehr schnell erkennen, dass er die wichtigste Kraft in seinem Gesundungsprozess ist. Der eigene Wille und die Kraft für den eigenen Körper und Geist aktiv zu werden.

Berlin im Januar 2016
Gerlinde Baudach Marina Lorenz


Mag. Angelika Krauss-Rirsch

Der Biofeedback und Neurofeedback Universitätslehrgang BFA an der Siegmund-Freud-Privat-Universität Wien (11.- 16. Juni 2016) stand unter dem Motto: Miteinander und voneinander lernen:

Das Interesse an dieser Lehrveranstaltung war groß. 30 StudentInnen erarbeiteten in zwei Großgruppen theoretische und praktische Grundlagen und Fertigkeiten des Bio- und Neurofeedbacks. Abwechselnd folgten spannenden Vorträgen Übungen und Plenumsdiskussionen.

Geübt wurde in Dreiergruppen: Jeder Gruppe stand ein Bio- und Neurofeedbackgerät mit allen Sensoren sowie der Softwarevollausstattung zur Verfügung. Die TeilnehmerInnen hatten die Gelegenheit das Erlernte als TherapeutIn bzw. TrainerIn anzuwenden, sich als PatientIn bzw. KlientIn behandeln bzw. trainieren zu lassen oder als BeobachterIn Feedback zu geben. Begleitend wurden von den ReferentInnen fachliche und technische Verständnisfragen beantwortet. Selbst- und Plenumsreflexion vertieften die Lernerfahrung.

Neben den angeleiteten Übungen konnte auch frei experimentiert werden. So gab es ausreichend Gelegenheit zur Vertiefung individueller Fragen und fachlicher Diskussionen mit Vortragenden und KommilitonInnen. Das Insight-Team stand den TeilnehmerInnen durchgehend beratend und begleitend zur Verfügung.

Auch Vernetzung und Netzwerken wurde initiiert und kollegiale Beratung und Supervision forciert. Abschließend wurde mit einer praxisbezogenen Prüfung der Lerntransfer vorbereitet. Die Prüfungsergebnisse wurden einzeln kommuniziert und nachbearbeitet, um allfällige Unklarheiten zu klären. Die schriftlichen und elektronischen Lernunterlagen zur Prüfungsvorbereitung eignen sich auch in der Praxis zum raschen Auffrischen des Gelernten.

Besonders hervorzuheben ist, die umfassende Beratung des Insight-Teams während des Lehrgangs und nach dem Lehrgang. Supervision, technischer Support und Marketingberatung stehen stets prompt, kompetent und freundlich bei allen in der Praxis auftauchenden Fragen zur Verfügung.

Ich freue mich, dabei gewesen zu sein und werde mich dafür einsetzen Bio- und Neurofeedback Therapie und Training in der betrieblichen Gesundheitsvorsorge zu etablieren.

Mag. Angelika Krauss-Rirsch, MAS
www.meditia.at


Tobias Volland

Das Biofeedback System kompetent beherrschen, Patientensitzungen individuell gestalten, verschiedenste Beschwerdebilder behandeln und signifikant verbessern… Eine ganze Menge Ziele für eine einzige Intensivwoche!

Erster Eindruck: Gut organisiert! Regelmäßigen Pausen mit Verköstigung und Gelegenheit zum Networking und ein Mittagsbuffet als kulinarisches Highlight.

Wie lege ich den Multisensor an? Wie wird der Atemsensor positioniert? Wie wähle ich die passende Therapiesoftware an? Von Anfang an überzeugte die angenehme Atmosphäre zwischen Lehrern und Teilnehmern am Seminar. Auf alle Fragen wurde eingegangen und fast immer auch eine Lösung gefunden. Die Möglichkeit, das gelernte gleich auf einem eigens zugewiesenen Gerät live auszuprobieren, gestaltete die Seminartage kurzweilig und vermittelte neben theoretischem Fachwissen sofort auch die nötige Praxis, um im Alltag selbsttätig mit Biofeedback zu arbeiten.

Besonders interessant waren dabei die Gruppenarbeiten, in denen eigene Therapieabläufe gestaltet und präsentiert wurden. Behandelt wurden: Burnout, Hyperaktivität bei Kindern, Kopfschmerz, Rückenschmerz, Phobien uvm.

Fazit: Nach dem Seminar fühle ich mich dazu in der Lage, Erstgespräche mit Patienten durchzuführen, eine aussagekräftige Stressdiagnostik durchzuführen, Sensoren und Software zu bedienen und zu erklären, eigene Sitzungsabläufe zu gestalten und verschiedenste Symptome und Beschwerdebilder erfolgreich zu behandeln.

Dazu konnte ich bis heute anhaltende Kontakte und Verbindungen knüpfen. Ich freue mich auf ein Biofeedback-Treffen in Österreich.

Tobias Volland

Tagebuch zur Biofeedback-Ausbildung: Markus Stefka

Als Mitarbeiter von Insight Instruments durfte ich von 11. – 16. Juli die Biofeedback-Intensivwoche der Europäischen Biofeedback-Akademie (BFA) besuchen. Diese Woche war eine Premiere, da sie die erste Ausbildungswoche war, welche am Campus des neuen Partners der BFA der Sigmund Freud Privat-Universität stattfand.

Um Ihnen einen umfangreichen Einblick in den Ablauf eines solchen Seminars zu geben, habe ich hierbei eine Art Tagebuch geschrieben und meine Erfahrungen festgehalten.

Biofeedback-Ausbildung_6 Tag 1
Der erste Tag der Biofeedback-Ausbildung geht gleich ans Eingemachte. Die Geräte stehen bei der Ankunft schon am Tisch bereit und es könnte gleich losgelegt werden. Doch zu aller erst muss man natürlich mal die Grundlagen von Biofeedback verstehen. Diese werden zuerst anschaulich vermittelt und auch Grundlagen des bio-psychosozialen Krankheitsmodels werden besprochen. Dies dient dazu alle Teilnehmer auf denselben Stand zu bringen (nicht alle kommen aus dem psychologischen Bereich).

Dann geht es aber auch schon los und der Parade Biofeedback-Parameter der Hautleitwert wird vorgestellt und auch gleich in einer Biofeedback-Sitzung angewendet. Es sitzen jeweils 2-3 Personen bei einem Gerät. Jede Gruppe hat also ihr eigenes Gerät und es zeigt nicht nur der Vortragende vorne etwas vor, während man selbst stiller Teilhaber bleibt.

Der zweite Parameter der heute besprochen wurde ist die Temperatur, welche im Falle des verwendeten Gerätes von Insight Instruments mit demselben Sensor gemessen wird wie der Hautleitwert. Auch hierfür werden vorgefertigte Sitzungsvorlagen, die sogenannten Therapiebibliotheken verwendet. Dies dient dazu, um gleich in medias res gehen zu können und nicht wertvolle Übungszeit zu verschwenden. Die Praxis ist den meisten Teilnehmern schließlich das Wichtigste.

Der Tag endet mit Übungen zur Atmung, wohl einem der wichtigsten Biofeedback-Parameter. Nach diesen Übungen ist dann für heute Schluss, schließlich ist das Ganze ja doch sehr intensiv – darum heißt es ja Intensivwoche.Biofeedback-Ausbildung_3

Tag 2
Gestern hatten wir ja schon einige wichtige Biofeedback-Parameter kennen gelernt, heute waren noch 2 übrig. Einerseits gab es da den Puls, der sich in verschiedenen Formen in der Software Biolife zeigt. Diesen zu interpretieren, kann unter manchen Umständen schwierig sein, weshalb der Parameter sehr intensiv besprochen wurde.

Der zweite wichtige Parameter am heutigen Tag war die Muskelspannung. Dieser Parameter hat, ähnlich wie die Atmung, den Vorteil, dass man ihn sehr gut willkürlich kontrollieren kann. Einen Muskel über längere Zeit angespannt zu lassen, war dann aber doch gar nicht so leicht.

Bis auf einen Parameter (welcher später besprochen werden sollte) hatten wir mit dem heutigen Tag nun also alle wichtigen Parameter kennengelernt und waren damit bereit weiter zu machen.

Eine wichtige Rolle in den ersten beiden Tagen spielten auch die Reviews der Sitzungen, schließlich ist es direkt während der Sitzungen schwer möglich die langfristige Veränderung mitzuverfolgen. Mithilfe dieser Reviews konnten wir uns nach unseren Messungen ganz genau ansehen, wie sich die Parameter verändert hatten. Mittels Markern die wir während der Sitzung eingestellt hatten, konnten wir dann auch beobachten wie unser Körper auf willkürlich hervorgerufenen Stress (z.B Hyperventilation) reagiert.

Am Ende lernten wir auch noch wie man eigene Sitzungsvorlagen in einfachen Schritten erstellt. Zugegeben, es war nicht die komplexeste Vorlage, aber sie konnte sich durchaus sehen lassen.

Biofeedback-Ausbildung_12Tag 3
Heute ging es um etwas, dass wohl für alle Besucher des Seminars ganz besonders wichtig ist, nämlich um die Interpretation von Ergebnissen. Die grundlegende Handhabung der Software und das Anlegen von Sensoren aller Art saß ja nun schon ganz gut bei allen, aber wie genau interpretiert man ganze Diagnostik-Sitzungen?

Um das zu lernen wurden jeder Kleingruppe Diagnoseprofile von realen Patienten zugewiesen und diese wurden anschließend analysiert und in der Großgruppe vorgestellt und weiter besprochen.

Bei den gut gewählten Beispielsitzungen waren verschiedenste Profile dabei, von Patienten mit einer sehr guten Stressreaktion, über welche mit schlechten Entspannungsphasen, bis hin zu Personen, die sich auf den ersten Blick ganz gut entspannen konnten, aber bei genauerer Betrachtung ALLER Parameter noch eine sehr starke Stressreaktion zeigten.

Der heutige Tag war ziemlich intensiv, sollte uns aber gut auf morgen vorbereitet haben, wo wir unser eigenes Stressprofil betrachten dürfen.

Tag 4
Wie angekündigt durften wir heute unsere eigene Stressdiagnostik durchführen und ich wurde auch postwendend als Versuchskaninchen auserkoren. Dadurch hatte ich die Freude eine Minute des Kopfrechnens über mich ergehen lassen zu dürfen. Zum Glück durfte ich mich danach aber auch wieder erholen!

Sehr spannend war, dass ich mich zwar nicht so sehr gestresst gefühlt hatte, man aber die (doch vorhandene) Anstrengung im anschließenden Stressprofil sehr gut ablesen konnte. Dieser objektive Zugang ist einer der größten Vorteile von Biofeedback.

Abschließend wurden uns heute noch besondere Feedback-Modi vorgestellt. Da war einerseits das Vasokonstriktionstraining, in welchem man lernt seine Schläfenarterie willkürlich zu verengen. Diese Methode wird sehr erfolgreich bei Migräne angewandt. Die zweite besondere Technik war das Neurofeedback, also das Feedback von EEG-Kurven. Die Möglichkeit die Gehirnaktivität am Bildschirm zu sehen, war natürlich schon sehr spannend und auch amüsant.

Mit diesen beiden Techniken endete dann der Tag und es ist auch schon Donnerstag, die Zeit vergeht hier sehr schnell.

Biofeedback-Ausbildung_2Tag 5
Chronische Schmerzen sind eine der am häufigsten mit Biofeedback behandelten Indikationen. Kein Wunder also, dass diesem Thema ein ganzer Tag gewidmet wurde. Großteils beschäftigten wir uns bei den Themen Rückenschmerz, Spannungskopfschmerz oder Bruxismus mit der Ableitung der Muskelspannung. Auch für die Anwender selbst (welche hoffentlich keine chronischen Schmerzpatienten sind) waren einige Augenöffner dabei. Schließlich kann so ein Muskeltraining ziemlich anstrengend sein.

Sehr spannend ist, dass man sehen konnte, wie Biofeedback den Effekt von Techniken wie der Progressiven Muskelentspannung deutlich am Schirm sichtbar machte. Nach dem stärkeren Anspannen sank der Wert unter das Ausgangsniveau. Dass das so funktioniert wussten wir natürlich alle, aber es auf einem Bildschirm bestätigt zu kommen ist natürlich super.

Am Abend fanden sich Organisatoren und einige Teilnehmer zu einem netten Abendessen zusammen. Die anderen lernten wohl ganz eifrig für ihre morgige Prüfung – sehr fleißig!

Tag 6
Auch wenn für viele der letzte Tag eher im Zeichen der Abschlussprüfung stand, war das Hauptthema doch ein viel spannenderes nämlich jenes der Herzratenvariabilität. Und trotz (klarerweise) langsam einsetzender Müdigkeit war das Interesse der Teilnehmer sehr groß, lassen sich mit HRV-Biofeedback doch eine Vielzahl an Störungsbildern behandeln. Diesen Tag muss man einfach selbst erleben, die HRV ist viel zu vielseitig um ihr hier in einem kurzen Bericht gerecht zu werden!

Die Prüfung selbst war dann ein würdiger Abschluss in welchem jeder Teilnehmer nochmals überprüfen konnte, wie fundiert nun das Biofeedback-Wissen nach der Intensivwoche war. Abschließend gab es noch Raum für Fragen und individuelle Übungen, so dass noch alle offenen Punkte geklärt werden konnten.

Fazit
Schon sehr lang beschäftige ich mich (als Mitarbeiter von Insight Instruments, logischerweise) mit der theoretischen Seite von Biofeedback und welchen Nutzen Anwender hier für Ihre Praxis ziehen können. Um auch die praktische Seite besser kennen zu lernen und um eine fundierte Aussage über den neuen Universitätslehrgang Biofeedback treffen zu können, entschied ich mich an der Biofeedback-Ausbildung der BFA und der SFU teilzunehmen.

Das war definitiv eine fantastische Idee. Die Ausbildung war informativ und praxisnah, was mir auch von mehreren Kollegen vor Ort so bestätigt wurde. Perfekt ist natürlich das Prozedere der fortlaufenden Betreuung über die Supervisionsstunden und den Abschlussbericht zur Zertifizierung. Ich kann den Universitätslehrgang Biofeedback also nur all jenen empfehlen, die planen Biofeedback verstärkt einzusetzen oder in ihr Repertoire aufzunehmen.

Alle Bilder: