Erfahrungsberichte

Da persönliche Erfahrungen oft eine große Hilfe bei der Entscheidung für eine Ausbildung darstellen, haben wir hier einige Berichte von TeilnehmerInnen der Biofeedback-Ausbildung für Sie zusammengestellt.

Viel Spaß beim Lesen!

“..praxisnahe Beispielerfahrungen und hautnahes Ausprobieren … sowohl was Theorie als auch Praxis anbelangt, gut auf eine Arbeit mit Biofeedback vorbereitet hat..”

Sebastian Reiterer
Teilnehmer, Intensivwoche im Juli 2017 in Wien

„…überzeugte die angenehme Atmosphäre zwischen Lehrern und Teilnehmern beim Seminar! Auf alle Fragen wurde eingegangen und eine Lösung gefunden…“Tobias VollandTeilnehmer, Intensivwoche März 2015 in Salzburg

„…Die schriftlichen und elektronischen Lernunterlagen zur Prüfungsvorbereitung eignen sich auch in der Praxis zum raschen Auffrischen des Gelernten…“Mag. Angelika Jaksch, MASTeilnehmerin, Intensivwoche im Juli 2016 in Wien

„…sehr gute Mischung aus Theorie und Praxis! … Während der Übungsphasen wurden wir von kompetenten und freundlichen Mitarbeitern unterstützt…“

Gerlinde Baudach & Marina Lorenz
Teilnehmerinnen, Intensivwoche Salzburg 2015

„…Ein Wechselspiel zwischen fundiertem Wissen und gezieltem Training! … Selbst erstellte Mustervorlagen konnten wir im Hinblick auf unsere Klienten bereits ausarbeiten und anwenden…“

Ulrike Seitlinger
Teilnehmerin, Intensivwoche im Juli 2016 in Wien

Um Ihnen einen umfangreichen Einblick in den Ablauf eines unserer Seminare zu geben, habe ich meine Erfahrungen in einer Art Tagebuch zur Ausbildungfestgehalten.“

Markus StefkaTeilnehmer, Intensivwoche im Juli 2016 in Wien

Bericht von Gerlinde Baudach & Marina Lorenz
Intensivwoche Juli 2015 in Wien

Wir arbeiten im Vivantes Klinikum Neukölln in der Klinik für Anästhesie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie. Prof. Dr. med. Herwig Gerlach, Chefarzt des Vivantes Klinikum Neukölln, möchte zukünftig mit dem Biofeedbacksystem mit Schmerzpatienten arbeiten. Unser Behandlungsschwerpunkt liegt bei Menschen mit chronischen und akuten Schmerzen.

Täglich fand in der Zeit von 9 bis 17 Uhr das Seminar statt. In den Pausen gab es kleine Snacks und Getränke. Hier gab es auch immer wieder Gelegenheit sich auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und über Erfahrungen zu reden. Stück für Stück hat uns Frau Mag. Brunner in die Funktions- und Arbeitsweise des Gerätes eingeführt. Einem theoretischen Teil folgten die praktische Anwendung und Beispiele aus dem Alltag mit Biofeedback. Etwaige Fragen konnten sofort gestellt werden. Eine sehr gute Mischung aus Theorie und Praxis. Frau Mag. Heger erweiterte mit ihrem Wissen und ihren Beispielen aus der Berufspraxis die Vermittlung. Während den praktischen Übungsphasen wurden wir von kompetenten und freundlichen Mitarbeitern unterstützt.

Nach der intensiven Woche mit Biofeedback können wir sagen, dass das System sehr gut geeignet ist, den Patienten sehr verständlich die Funktionsweise zu erklären und durch die akustischen und visuellen Darstellungen zur Mitarbeit zu bewegen. Die Patienten werden so in die Lage versetzt, sich selbst bewusst helfen zu können. Die verschiedenen Sensoren können sehr leicht und für den Patienten nicht störend angebracht werden.

Die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten, die die Therapiebibliotheken bieten sind sehr gut und vielfältig. Gleichzeitig gibt es die Möglichkeit Behandlungsvorlagen individuell und genau auf einen Patienten zugeschnitten zu erstellen. Der Patient kann anhand von praktischen Übungen sehr schnell erkennen, dass er die wichtigste Kraft in seinem Gesundungsprozess ist.

Bericht von Tobias Volland
Intensivwoche März 2015 in Salzburg

Das Biofeedback System kompetent beherrschen, Patientensitzungen individuell gestalten, verschiedenste Beschwerdebilder behandeln und signifikant verbessern… Eine ganze Menge Ziele für eine einzige Intensivwoche!

Erster Eindruck: Gut organisiert! Regelmäßigen Pausen mit Verköstigung und Gelegenheit zum Networking und ein Mittagsbuffet als kulinarisches Highlight.

Wie lege ich den Multisensor an? Wie wird der Atemsensor positioniert? Wie wähle ich die passende Therapiesoftware an? Von Anfang an überzeugte die angenehme Atmosphäre zwischen Lehrern und Teilnehmern beim Seminar. Auf alle Fragen wurde eingegangen und eine Lösung gefunden. Die Möglichkeit, das Gelernte gleich auf einem eigens zugewiesenen Gerät live auszuprobieren, gestaltete die Seminartage kurzweilig und vermittelte neben theoretischem Fachwissen sofort auch die nötige Praxis, um im Alltag selbstständig mit Biofeedback zu arbeiten.

Besonders interessant waren dabei die Gruppenarbeiten, in denen eigene Therapieabläufe gestaltet und präsentiert wurden. Behandelt wurden: Burnout, Hyperaktivität bei Kindern, Kopfschmerz, Rückenschmerz, Phobien uvm.

Fazit: Nach dem Seminar fühle ich mich dazu in der Lage, Erstgespräche mit Patienten durchzuführen, eine aussagekräftige Stressdiagnostik durchzuführen, Sensoren und Software zu bedienen und zu erklären, eigene Sitzungsabläufe zu gestalten und verschiedenste Symptome und Beschwerdebilder erfolgreich zu behandeln.

Dazu konnte ich bis heute anhaltende Kontakte und Verbindungen knüpfen. Ich freue mich auf ein Biofeedback-Treffen in Österreich.

Bericht von Mag. Angelika Jaksch, MAS
Intensivwoche Juli 2016 in Wien

Der Biofeedback und Neurofeedback Universitätslehrgang BFA an der Siegmund-Freud-Privat-Universität Wien stand unter dem Motto: Miteinander und voneinander lernen: Das Interesse an dieser Lehrveranstaltung war groß. 30 StudentInnen erarbeiteten in zwei Großgruppen theoretische und praktische Grundlagen und Fertigkeiten des Biofeedbacks und Neurofeedbacks. Abwechselnd folgten spannenden Vorträgen Übungen und Plenumsdiskussionen.

Geübt wurde in Dreiergruppen: Jeder Gruppe stand ein Bio- und Neurofeedbackgerät mit allen Sensoren sowie der Softwarevollausstattung zur Verfügung. Die TeilnehmerInnen hatten die Gelegenheit das Erlernte als TherapeutIn bzw. TrainerIn anzuwenden, sich als PatientIn bzw. KlientIn behandeln bzw. trainieren zu lassen oder als BeobachterIn Feedback zu geben. Begleitend wurden von den ReferentInnen fachliche und technische Verständnisfragen beantwortet. Selbst- und Plenumsreflexion vertieften die Lernerfahrung.

Neben den angeleiteten Übungen konnte auch frei experimentiert werden. So gab es ausreichend Gelegenheit zur Vertiefung individueller Fragen und fachlicher Diskussionen mit Vortragenden und KommilitonInnen. Das Insight-Team stand den TeilnehmerInnen durchgehend beratend und begleitend zur Verfügung.

Auch Vernetzung und Netzwerken wurde initiiert und kollegiale Beratung und Supervision forciert. Abschließend wurde mit einer praxisbezogenen Prüfung der Lerntransfer vorbereitet. Die Prüfungsergebnisse wurden einzeln kommuniziert und nachbearbeitet, um allfällige Unklarheiten zu klären. Die schriftlichen und elektronischen Lernunterlagen zur Prüfungsvorbereitung eignen sich auch in der Praxis zum raschen Auffrischen des Gelernten.

Besonders hervorzuheben ist, die umfassende Beratung des Insight-Teams während des Lehrgangs und nach dem Lehrgang. Supervision, technischer Support und Marketingberatung stehen stets prompt, kompetent und freundlich bei allen in der Praxis auftauchenden Fragen zur Verfügung.

Ich freue mich, dabei gewesen zu sein und werde mich dafür einsetzen Bio- und Neurofeedback Therapie und Training in der betrieblichen Gesundheitsvorsorge zu etablieren.

Bericht von Sebastian Reiterer
Intensivwoche Juli 2017 in Wien

„Warum kaufst du dir kein Fachbuch und liest dich ein, wenn du Biofeedback lernen willst? Da steht alles drin was du wissen musst!“ Dies war eine häufige Reaktion auf die Bekundung meines Interesses mich in besagtem Bereich weiterzubilden. Und tatsächlich ist es ein Gedanke der zunächst sinnvoll erscheint. Dennoch entschied ich mich dafür, an einem einwöchigen Lehrgang zum Thema Biofeedback teilzunehmen – und bereue es nicht.

Man legt Messfühler an, ein Gerät leitet Körperfunktionen ab und der Klient/die Klientin versucht diese durch (beispielsweise) visuelles Feedback am Bildschirm zu beeinflussen. Eine Erklärung des Grundprinzips von Biofeedback wirkt zunächst leicht verständlich und lässt vermuten, dass die Methode auch ohne viel Wissen und Erfahrung anwendbar ist. Doch hinter der Therapiemethode Biofeedback steckt mehr und das Thema ist komplexer als es zunächst den Anschein hat. Deshalb ist es notwendig, sich intensiv damit auseinanderzusetzen, will man in diesem Bereich tätig sein.

Klienten/Klientinnen wollen zu Beginn einer Therapie über Wirkprinzipien, Sitzungsverlauf und mögliche Zielsetzungen aufgeklärt werden, zudem kommen sie mit bestimmten Erwartungen und/oder Befürchtungen auf die es einzugehen gilt, es gibt verschiedene Körperfunktionen die berücksichtigt werden können, deren Ableitung und Training aber unterschiedlich indiziert ist. Die Software bietet eine große Vielfalt an Möglichkeiten zur Trainingsgestaltung und Darstellung der Parameter während der Therapie. Die Interpretation der resultierenden Verlaufskurven, der einzelnen Parameter sowie in ihrer gemeinsamen Zusammenschau braucht jedoch viel Übung.

All dies sind Aspekte die mir im Rahmen des Lehrgangs entweder durch praxisnahe Beispielerfahrungen der kompetenten Lehrgangsleiterin, durch wortwörtlich hautnahes Ausprobieren der verschiedenen Sensoren, des Signalwandlers und der Software sowie durch Rollenspiele, bei denen man sowohl eine Sitzung als Therapeut geleitet als auch erfahren hat, wie sich ein Klient/eine Klientin unter anderem bei der Durchführung eines Stresstests fühlt, näher gebracht wurden.

Auf den Punkt gebracht kann ich sagen, dass mich die Intensivwoche in Wien, sowohl was Theorie als auch Praxis anbelangt, gut auf eine Arbeit mit Biofeedback vorbereitet hat. Und das zu Beginn angesprochene und von Freunden und Bekannten empfohlene Fachbuch habe ich mir im Nachhinein auch noch gekauft. Als Ergänzung.

Bericht von Ulrike Seitlinger
Intensivwoche Juli 2016 in Wien

Als Personalentwicklerin und Trainerin im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung wurde ich bereits vor Jahren im Zuge eines Symposions auf die Möglichkeiten im Zusammenhang mit Biofeedback aufmerksam. Mein Kollege Dr. Werner Zöchling und ich nahmen selber einige Therapiestunden bei Frau Mag. Annemarie Pleininger (Klinische Psychologin) in Anspruch, um die Vorteile von Biofeedback besser kennen zu lernen.

Voller Überzeugung besuchten wir die Intensivwoche in  Wien. Die sechstägige Ausbildung gliederte sich in theoretische und praktische Blöcke. Diese Form ermöglichte uns ein Wechselspiel zwischen fundiertem Wissen, vorgetragen durch die sehr kompetente aber auch geduldige Frau Mag. Bettina Brunner, sowie gezieltes Training in unserem Fall auf unserem eigenen Neuromaster.

Kleinere Korrekturen der Einstellungen auf unseren privaten Geräten sowie unter Anleitung selbst erstellte Mustervorlagen konnten wir auf diese Weise im Hinblick auf unsere Klienten bereits ausarbeiten und anschließend gleich anwenden. Unsere Arbeit im Bereich Bio- und Neurofeedback reflektieren und präzisieren wir in regelmäßigen Supervisionen via TeamViewer bei Frau Mag. Brunner.

Tagebuch zur Biofeedback-Ausbildung (Markus Stefka)
Intensivwoche Juli 2016 in Wien

Tag 1
Am ersten Tag der Biofeedback-Ausbildung geht es gleich ans Eingemachte. Die Geräte stehen bei der Ankunft schon am Tisch bereit und es könnte gleich losgelegt werden. Doch zu aller erst muss man natürlich mal die Grundlagen von Biofeedback verstehen. Diese werden zuerst anschaulich vermittelt und auch Grundlagen des bio-psychosozialen Krankheitsmodels werden besprochen. Dies dient dazu, alle Teilnehmer auf denselben Stand zu bringen (nicht alle Teilnehmer kommen aus einem psychologischen oder medizinischen Bereich).

Dann geht es aber auch schon los und der erste Biofeedback-Parameter, der Hautleitwert wird vorgestellt und das Gelernte auch gleich in einer Biofeedback-Sitzung angewendet. Es sitzen jeweils 2-3 Personen bei einem Gerät. Jede Gruppe hat also ihr eigenes Gerät und kann direkt mitarbeiten, anstatt nur dem Vortragenden zuzusehen.

Der zweite Parameter der heute besprochen wurde, ist die Temperatur, welche im Falle des verwendeten Gerätes von Insight Instruments mit demselben Sensor gemessen wird wie der Hautleitwert. Auch hierfür werden vorgefertigte Sitzungsvorlagen, die sogenannten Therapiebibliotheken verwendet. Dies dient dazu, gleich mit einer Messung beginnen zu können ohne wertvolle Übungszeit zu verschwenden. Die Praxis ist den meisten Teilnehmern schließlich das Wichtigste.

Der Tag endet mit Übungen zur Atmung, einem der wichtigsten Biofeedback-Parameter. Nach diesen Übungen ist dann für heute Schluss, schließlich ist das Ganze ja doch sehr intensiv – es heißt ja auch Intensivwoche.

Tag 2
Gestern hatten wir ja schon einige wichtige Biofeedback-Parameter kennen gelernt, heute geht es mit den übrigen Parametern weiter. Einerseits gab es da den Puls, der sich in verschiedenen Formen in der Software Biolife zeigt. Diesen zu interpretieren, kann unter manchen Umständen schwierig sein, weshalb der Parameter sehr intensiv besprochen wurde.

Der zweite wichtige Parameter am heutigen Tag war die Muskelspannung. Dieser Parameter hat, ähnlich wie die Atmung, den Vorteil, dass man ihn sehr gut willkürlich kontrollieren kann. Einen Muskel über längere Zeit angespannt zu lassen war dann aber doch gar nicht so leicht.

Bis auf den EEG-Parameter (welcher später besprochen werden sollte), hatten wir mit dem heutigen Tag nun also alle wichtigen Parameter kennengelernt.

Eine wichtige Rolle in den ersten beiden Tagen spielten auch die Reviews der Sitzungen, schließlich ist es direkt während der Sitzungen schwer möglich die langfristige Veränderung mitzuverfolgen. Mithilfe dieser Reviews konnten wir uns nach unseren Messungen ganz genau ansehen, wie sich die Parameter verändert hatten. Mittels Markern die wir während der Sitzung gesetzt hatten, konnten wir dann auch beobachten wie unser Körper auf willkürlich hervorgerufenen Stress (z.B. Hyperventilation) reagiert.

Am Ende lernten wir auch noch wie man eigene Sitzungsvorlagen in einfachen Schritten erstellt. Zugegeben, es war nicht die komplexeste Vorlage, aber sie konnte sich durchaus sehen lassen.

Tag 3
Heute ging es um etwas, dass wohl für alle Besucher des Seminars ganz besonders wichtig ist, nämlich um die Interpretation von Ergebnissen. Die grundlegende Handhabung der Software und das Anlegen von Sensoren aller Art saß ja nun schon ganz gut bei allen, aber wie genau interpretiert man nun ganze Diagnostik-Sitzungen?

Um das zu lernen wurden jeder Kleingruppe Diagnoseprofile von realen Patienten zugewiesen und diese wurden anschließend analysiert und in der Großgruppe vorgestellt und weiter besprochen.

Bei den gut gewählten Beispielsitzungen waren verschiedenste Profile dabei, von Patienten mit einer sehr guten Stressreaktion, über welche mit schlechten Entspannungsphasen, bis hin zu Personen, die sich auf den ersten Blick ganz gut entspannen konnten, aber bei genauerer Betrachtung ALLER Parameter noch eine sehr starke Stressreaktion zeigten.

Der heutige Tag war ziemlich intensiv, sollte uns aber gut auf morgen vorbereitet haben, wo wir unser eigenes Stressprofil erstellen und betrachten dürfen.

Tag 4
Wie angekündigt durften wir heute unsere eigene Stressdiagnostik durchführen und ich wurde auch sogleich als Versuchskaninchen auserkoren. Dadurch hatte ich die Freude eine Minute des Kopfrechnens über mich ergehen lassen zu dürfen. Zum Glück durfte ich mich danach aber auch wieder erholen!

Sehr spannend war, dass ich mich zwar nicht so sehr gestresst gefühlt hatte, man aber die (doch vorhandene) Anstrengung im anschließenden Stressprofil sehr gut ablesen konnte. Dieser objektive Zugang ist einer der größten Vorteile von Biofeedback.

Abschließend wurden uns heute noch besondere Feedback-Modi vorgestellt. Da war einerseits das Vasokonstriktionstraining, in welchem man lernt seine Schläfenarterie willkürlich zu verengen. Diese Methode wird sehr erfolgreich bei Migräne angewandt. Die zweite besondere Technik war das Neurofeedback, also das Feedback von EEG-Kurven. Die Möglichkeit die Gehirnaktivität am Bildschirm zu sehen, war natürlich schon sehr spannend und auch amüsant.

Mit diesen beiden Techniken endete dann der Tag und es ist auch schon Donnerstag, die Zeit vergeht hier sehr schnell.

Tag 5
Chronische Schmerzen sind eine der am häufigsten mit Biofeedback behandelten Indikationen. Kein Wunder also, dass diesem Thema ein ganzer Tag gewidmet wurde. Großteils beschäftigten wir uns bei den Themen Rückenschmerz, Spannungskopfschmerz und Bruxismus mit der Ableitung der Muskelspannung. Auch für die Anwender selbst (welche hoffentlich keine chronischen Schmerzpatienten sind) waren einige Augenöffner dabei. Schließlich kann so ein Muskeltraining ziemlich anstrengend sein.

Sehr spannend war, dass man sehen konnte, wie Biofeedback den Effekt von Techniken wie der Progressiven Muskelentspannung deutlich am Schirm sichtbar machte. Nach dem stärkeren Anspannen sank der Wert unter das Ausgangsniveau. Dass das so funktioniert wussten wir natürlich alle, aber es auf einem Bildschirm bestätigt zu bekommen ist natürlich super.

Am Abend fanden sich Organisatoren und einige Teilnehmer zu einem netten Abendessen zusammen.

Tag 6
Auch wenn für viele der letzte Tag eher im Zeichen der Abschlussprüfung stand, war das Hauptthema doch ein viel Spannenderes – nämlich jenes der Herzratenvariabilität. Und trotz (klarerweise) langsam einsetzender Müdigkeit war das Interesse der Teilnehmer sehr groß, lassen sich mit HRV-Biofeedback doch eine Vielzahl an Störungsbildern behandeln. Diesen Tag muss man einfach selbst erleben, die HRV ist einfach zu vielseitig um ihr hier in einem kurzen Bericht gerecht zu werden!

Die Prüfung selbst war dann ein würdiger Abschluss in welchem jeder Teilnehmer nochmals überprüfen konnte, wie fundiert nun das Biofeedback-Wissen nach der Intensivwoche war. Abschließend gab es noch Raum für Fragen und individuelle Übungen, um noch alle offenen Punkte klären zu können.

Fazit
Schon sehr lang beschäftige ich mich (als Mitarbeiter von Insight Instruments, logischerweise) mit der theoretischen Seite von Biofeedback und welchen Nutzen Anwender hier für Ihre Praxis ziehen können. Um auch die praktische Seite besser kennen zu lernen und um fundierte Aussagen über den neuen Universitätslehrgang Biofeedback treffen zu können, entschied ich mich an der Biofeedback-Ausbildung der BFA und der SFU teilzunehmen.

Das war definitiv eine fantastische Idee! Die Ausbildung war informativ und praxisnah, was mir auch von mehreren Kollegen vor Ort so bestätigt wurde. Perfekt gelöst ist auch der Ablauf mit der fortlaufenden Betreuung über die Supervisionsstunden und dem Abschlussbericht zur Zertifizierung. Ich kann den Universitätslehrgang Biofeedback also nur all jenen empfehlen, die planen Biofeedback verstärkt einzusetzen oder in ihr Repertoire aufzunehmen.