Von 10. bis 15. Juli wurde in Wien an der Sigmund Freud Privatuniversität unsere Sommer-Intensivwoche abgehalten. Dies ist das zweite Mal, dass wir die Ausbildung an diesem Standort anbieten konnten und genauso wie letztes Jahr, war es eine tolle Veranstaltung. Mit einigen Besonderheiten.

Neuer Teilnehmer- und Gruppenrekord
Mit 35 Teilnehmern wurde der Besucherrekor für eine Intensivwoche erneut gebrochen. Da wir die Seminare aus didaktischen Gründen nicht überfüllen möchten (ab einer gewissen Menge, wird es schwierig gut zu unterrichten) wurden von Haus aus 2 parallele Gruppen angebot.

Für die Vertiefung wurde hier sogar auf 3 Gruppen erweitert (Da die Psychosomatik-Gruppe sonst zu groß gewesen wäre). Durch dieses Vorgehen konnten wir sicherstellen, dass wir auch bei großem Andrang (und über diesen freuen wir uns ja) eine Top-Ausbildung sicherstellen konnten

5 Referenten
Dr. Dieter Kropfreiter, Frau Mag. Stephanie Puck, Herr Mag. Rene Adler, Frau Mag. Karin Heger und Herr Dr. Wolfhard Klein – diese 5 Referenten standen auf der Ausbildung unseren Teilnehmern mit Rat und Tat zur Seite. Alle Gruppen konnten so neben den theoretischen Grundlagen auch viele Ratschläge aus der Praxis mit nach Hause nehmen.

Erstes Mal mit Marketing-Vortrag
Herr Markus Stefka (das bin ich, aber die dritte Person muss hier sein), hat auch zum ersten Mal im Rahmen der Veranstaltung einen Vortrag über die Vermarktung von Biofeedback gehalten. In diesem wurden Grundlagen des Praxismarketing und spezifische Vorschläge zur Biofeedback-Vermarktung besprochen.

Der Vortrag fand guten Anklang und es ist angedacht diesen Vortrag fix ins (freiwillige) Curriculum zu integrieren.

Alle Teilnehmer haben die Abschlussprüfung bestanden
Was uns natürlich besonders freut ist, dass alle Teilnehmer die Abschlussprüfung bestanden haben – die Ausbildung hat also scheinbar die Anforderungen erfüllt!

Eindrücke der Ausbildung

Erfahrungsbericht von der Ausbildung

Als Anhang können wir Ihnen auch noch einen persönlichen Erfahrungsbericht eines Teilnehmers präsentieren. Herr Sebastian Reiterer berichtet:

„Warum kaufst du dir kein Fachbuch und liest dich ein, wenn du Biofeedback lernen willst? Da steht alles drin was du wissen musst!“ Dies war eine häufige Reaktion auf die Bekundung meines Interesses mich in besagtem Bereich weiterzubilden. Und tatsächlich ist es ein Gedanke der zunächst sinnvoll erscheint. Dennoch entschied ich mich dafür, an einem einwöchigen Lehrgang zum Thema teilzunehmen – und bereue es nicht.

Man legt Messfühler an, ein Gerät leitet Körperfunktionen ab und der Klient/die Klientin versucht diese durch (beispielsweise) visuelles Feedback am Bildschirm zu beeinflussen. Eine Erklärung des Grundprinzips von Biofeedback wirkt zunächst leicht verständlich und lässt vermuten, dass die Methode auch ohne viel Wissen und Erfahrung anwendbar ist. Doch hinter der Therapiemethode Biofeedback steckt mehr und das Thema ist komplexer als es zunächst den Anschein hat, weshalb es notwendig ist, sich intensiv damit auseinanderzusetzen, will man in diesem Bereich tätig sein.

Klienten/Klientinnen wollen zu Beginn einer Therapie über Wirkprinzipien, Sitzungsverlauf und mögliche Zielsetzungen aufgeklärt werden, zudem kommen sie mit bestimmten Erwartungen und/oder Befürchtungen auf die es einzugehen gilt, es gibt verschiedene Körperfunktionen die berücksichtigt werden können, deren Ableitung und Training aber in unterschiedlichen Fällen indiziert ist, die Software bietet eine große Vielfalt an Möglichkeiten zur Trainingsgestaltung und Darstellung der Parameter während der Therapie und die Interpretation der resultierenden Verlaufskurven der einzelnen Parameter sowie in ihrer gemeinsamen Zusammenschau braucht viel Übung.

All dies sind Aspekte die mir Rahmen des Lehrgangs entweder durch praxisnahe Beispielerfahrungen der kompetenten Lehrgangsleiterin, durch, wortwörtlich, hautnahes Ausprobieren der verschiedenen Sensoren, des Signalwandlers und der Software sowie durch Rollenspiele, bei denen man sowohl eine Sitzung als Therapeut geleitet als auch erfahren hat, wie sich ein Klient/eine Klientin unter anderem bei der Durchführung eines Stresstests fühlt, näher gebracht wurden.

Auf den Punkt gebracht kann ich sagen, dass mich die Intensivwoche in Wien, sowohl was Theorie als auch Praxis anbelangt, gut auf eine Arbeit mit Biofeedback vorbereitet hat. Und das zu Beginn angesprochene und von Freunden und Bekannten empfohlene Fachbuch habe ich mir im Nachhinein auch noch gekauft. Als Ergänzung.

Sebastian Reiterer

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern und freuen uns schon auf den September-Termin in Salzburg!