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Ob Biofeedback oder Neurofeedback besser ist ist eine Frage, welche sehr häufig gestellt wird.

Es ist aber in meinen Augen ein wenig wie mit Salz und Pfeffer. Es kommt also darauf an, welches Gericht und welche Person man vor sich hat und in sehr vielen Fällen ist die Kombination das beste.

Überraschenderweise haben sich noch gar nicht so viele Studien mit dieser Frage beschäftigt (entweder ist es zu trivial, oder der Zugang zu Geräten wie dem Neuromaster, die beides in einem Gerät können fehlt?). Eine neue Studie gab es nun in Bezug auf Leistungssport.

Hier wurden 3 Gruppen untersucht:

  1. Biofeedback
  2. Biofeedback und Neurofeedback
  3. Kontrollgruppe ohne Intervention

Die Performance der Athleten vor und nach der Intervention wurde betrachtet. Es zeigte sich, dass die experimentellen Gruppen signifikant höhere Leistungen brachten, als die Kontrollgruppe. Zusätzlich (das war dann ja eigentlich das wirklich spannende) die Verbesserung der kombinierten Leistung war besser als in der “Nur”-Gruppe.

Die Autoren schließen, dass kombiniertes Biofeedback und Neurofeedback als effektive Methode genutzt werden können um sportliche Leistung zu verbessern.

Quelle: Shokri, A., & Nosratabadi, M. (2021). Comparison of Biofeedback and Combined Interventions on Athlete’s Performance. Applied Psychophysiology and Biofeedback, 1-8.

Kommentar:

Diese Ergebnisse decken sich mit unserer grundlegenden Einstellung, dass eine Verfügbarkeit beider Methoden von Vorteil ist. Nicht nur, weil mancher Zugang bei bestimmten Indikationen empirisch besser belegt ist (z.B. Neurofeedback bei ADHS oder Biofeedback bei Schmerzen), sondern auch weil bei empirischer Gleichwertigkeit manchmal die Klienten individuell besser auf die eine oder andere Methode ansprechen (und sei es nur aus reiner Präferenz).