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Biofeedback wird im Regelfall im Einzelsetting durchgeführt. Grundsätzlich ist es aber auch möglich, Biofeedback als Gruppenverfahren durchzuführen. Dies bringt zwar einige Herausforderungen mit sich aber auch einige Vorteile.

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Zum einen kann die Anschaffung von Biofeedbackgeräten, die von mehreren Personen gleichzeitig verwendet werden können, recht kostenintensiv sein. Ebenso kann es herausfordernd für den/die Therapeut*in sein während der Sitzung auf alle Teilnehmer*innen individuell einzugehen. Abgesehen von den logistischen Schwierigkeiten nehmen unter Umständen einige Teilnehmer*innen nur zurückhaltend teil, da sie sich durch das Setting oder Bedenken in Bezug auf Vertraulichkeit unsicher fühlen. Dies ist in allen bekannten Gruppentherapiesettings problematisch und kann durch sensible Anleitung durch den/die Therapeut*in aufgehoben werden (Fisher, Moravec & Khorshid, 2018).

Gruppenbiofeedback hat aber auch einige Vorteile. Dazu gehört zum einen eine Reduktion der Kosten für den/die Anbieter*in aber auch eine flächendeckendere Versorgung von Personen, die gerne am Biofeedbacktraining teilnehmen möchten. Aber auch aus therapeutischer Sicht hat Gruppenbiofeedback einige Vorteile, die insbesondere durch zwischenmenschliches Lernen und dem Zusammenhalt der Gruppe entstehen. Dazu gehört zum Beispiel, dass das Kennenlernen von anderen Betroffenen zu einer höheren Akzeptanz der eigenen Problematik führen kann.

Gruppenmitglieder’innen können aber auch durch das Erfahrungen der anderen Personen lernen, was sie unter Umständen motivieren kann (Fisher, Moravec & Khorshid, 2018). Zusätzlich kann das Gruppensetting zu einer Atmosphäre von Wettbewerb führen. Dies klingt im ersten Moment, eher wie ein Nachteil insbesondere in Fällen in denen es um Entspannung geht. Dies ist aber vom Charakter der Patient*innen abhängig. So gibt es Hinweise darauf, dass ein gesunder Wettbewerb den Einsatz von Selbstregulierungsstrategien erleichtern, insbesondere bei stark wettbewerbsorientierten Personen, um adaptive Reaktionen auf psychischen Stress zu fördern (Patron et al., 2020).

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