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Schluckstörungen nach Schlaganfall

The Use of Biofeedback in the Treatmentof Chronic Dysphagia in Stroke Patients
Die Studie untersuchte den Nutzen von Oberflächen-EMG bei Klienten mit chronischen Schluckstörungen nach einem Schlaganfall. Das Oberflächen-EMG war eine adjuvante Behandlung zusätzlich zu normalen Übungen. Alle Klienten wurden bereits logopädisch behandelt, dies aber ohne Erfolg. Im Schnitt fanden 7 Behandlungen statt und es zeigten sich klinisch relevante Verbesserungen. Bei 6 von 8 Klienten konnte eine vorher vorhandene Nahrungsröhre entfernt werden. Die Autoren geben an, dass diese Daten nahelegen, dass Oberflächen-EMG eine nützliche Begleittherapie bei chronischen Schluckstörungen nach einem Schlaganfall sein kann.

Quelle: Bogaardt, H. C. A., Grolman, W., & Fokkens, W. J. (2009). The use of biofeedback in the treatment of chronic dysphagia in stroke patients. Folia Phoniatrica et Logopaedica, 61(4), 200-205.

Trigeminusneuralgie

Case Study of Trigeminal Neuralgia Using Neurofeedback and Peripheral Biofeedback
In dieser Fallstudie wurde eine 46 Jahre alte Frau mit Trigeminusneuralgie über 9 Monate behandelt. Es wurden 10 Biofeedback-Sitzungen, 29 Neurofeedback-Sitzungen, sowie Übungen zu Stressmanagement und Beratung durchgeführt. Die Klientin erlebte eine substantielle Reduktion ihrer Schmerzen und ihres Bruxismus, sowie eine Verbesserung der Schlafqualität. Das Programm ermöglichte der Klientin eine Operation zu umgehen und stattdessen mit der medikamentösen Behandlung fortzufahren. Nach 13 Monaten gab die Klientin einen aktiven Lebensstil zu leben. Den Autoren zufolge legt diese Studie nahe, dass der genutzte multimodale Ansatz klinisch effektiv in der Symptombehandlung dieser schwierigen und schmerzhaften Erkrankung war

Quelle: Sime, A. (2004). Case study of trigeminal neuralgia using neurofeedback and peripheral biofeedback. Journal of Neurotherapy, 8(1), 59-71.

Neurofeedback und ADHS

Neurofeedback for Children with ADHD: A Comparison of SCP and Theta/Beta Protocols
Zwei der bekannteren Behandlungsmethoden für ADHS sind das Beta-Theta Frequenzbandneurofeedback und das Training der langsamen kortikalen Potentiale (ich werde regelmäßig auch gefragt, ob dieses besser sei als das Theta-Beta Training, da es neuer ist). Die vorliegende Studie untersuchte unter Anderem, ob es in der Effektivität der Ansätze Unterschiede gäbe. Jede Gruppe enthielt 19 Kinder mit ADHS im Alter von 8-13 Jahren. Es wurden 3 Phasen mit jeweils 10 Sitzungen durchgeführt. Beide Gruppen verbesserten ihre Werte in Aufmerksamkeit und IQ und Lehrer und Eltern berichteten signifikante Verbesserungen in behavioralen und kognitiven Bereichen. Für beide Gruppen blieben die Effekte nach 6 Monaten stabil und die Gruppen unterschieden sich generell so gut wie gar nicht. Dadurch sind beide Varianten als effektiv zu bezeichnen (was die obige Frage beantwortet: Nein, SCP-Training ist nicht besser).

Quelle: Leins, U., Goth, G., Hinterberger, T., Klinger, C., Rumpf, N., & Strehl, U. (2007). Neurofeedback for children with ADHD: a comparison of SCP and Theta/Beta protocols. Applied psychophysiology and biofeedback, 32(2), 73-88.